Fahren die Busse, ist die Kindertagesstätte geöffnet und geht der Flieger? Mit diesen bangen Fragen begann in den letzten Wochen für viele der Tag. Ob im öffentlichen Dienst oder auf dem Flughafen: In vielen Betrieben wurde gestreikt – für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. „Wir sind es wert!“, lautete dabei häufig der Slogan. Und auch wenn wir uns manchmal darüber ärgern, dass der Alltag durch bestreikte Verkehrslinien oder Behörden erschwert wird, zeigte es uns auch, wie wichtig die Arbeit ist, die die Menschen täglich leisten. Sie sind es, die unseren Müll entsorgen, die Straßen reinigen, uns pfl egen, wenn wir krank sind oder den Bus lenken, der uns zur Arbeit bringt. Das verdient, neben einer angemessenen Bezahlung, unsere Wertschätzung: ein Lächeln oder ein Danke zeigen, dass wir die Arbeit unserer Mitmenschen anerkennen.
Manchmal ist es aber auch notwendig, sich solidarisch zu zeigen und diejenigen, die keine Lobby haben, zu unterstützen. Auch Hebammen kämpfen seit Jahren für eine bessere Bezahlung. Steigende Versicherungs und Betriebskosten sorgen dafür, dass immer mehr Geburtshelferinnen ihren Beruf aufgeben. Die Verhandlungen mit den Krankenkassen schwelen seit Jahren und sind immer wieder gescheitert. Langanhaltende Streiks sind aus moralischen Gründen kaum möglich – denn Hebammen haben eine hohe Verantwortung. Sie sind es, die täglich das Kostbarste, was wir auf der Welt haben, auf eben diese holen: unsere Kinder. Wie Sie die Hebammen unterstützen können, erfahren Sie in unserem Schwerpunktthema „Start ins Leben“.
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